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Tölt / Viertaktgang


Tölt
Gangpferde haben eines gemeinsam, nämlich die speziellen Viertaktgangarten, die im deutschsprachigen Raum der Einfachheit halber mehrheitlich Tölt genannt werden.
Die Gangart Tölt kann mit der Sportart des Gehers verglichen werden: Rennen, ohne den Bodenkontakt zu verlieren!
Der Tölt wird auch als Mitte aller Gangarten bezeichnet.


1.     Bedeutung
Diese Gangart ist ein besonderes Merkmal des Islandpferdes und eine der Hauptgründe der grossatigen Verbreitung und Beliebtheit dieser Rasse. 
Der Tölt ist eine, für den Reiter, angenehm zusitzende Gangart im Viertakt, ohne Flug- oder Sprungphase, wobei immer nur ein oder zwei Beine am Boden sind. Tölt kann bei talentierten und gut ausgebildeten Pferden vom Schritt- bis zum Galopptempo geritten werden.
Tölt ist eine sehr anspruchsvolle Gangart die der Reiter, im Optimalfall mit möglichst wenig Aufwand, in der Balance halten soll. Die Qualität, das heisst, die Taktreinheit, Leichtigkeit, Geschmeidigkeit, Brisanz und das Tempo des Töltes sind weitgehend Wertbestimmend für ein Islandpferd.

Frühere Bedeutung
Seit tausenden von Jahren werden Pferde mit Lateralveranlagung hochgeschätzt.
- Reise- oder Gebrauchsgangart
- Mittelalter Zelter, Totonarios, Tjeldos usw.
          - Sänfte der Damen
          - Tölter der Adligen
          - Reitpferde der Bischöfe und Offiziellen
          - Zelter der Falkner
Ca 50% aller Pferde auf der Welt gehen Viertakt- oder Lateralgangarten.

Heutige Bedeutung
- Therapiepferd
          - HPR, Hippotherapie
- Familienpferd
          - Hobby für die ganze Familie
          - Familienmitglied
- Freizeitpferd
          - Kumpel und Freund
- Sportpferd
          - Ästhetische Gründe für Schönheit und Harmonie mit dem Pferd
          - Leistungskontrolle
          - Statussymbol
                    - Ehrgeiz Trophäe


2.     Definition
Tölt ist eine natürliche, schwunghafte, gelaufene Gangart im Sinne der Klassischen Reitkunst. Er soll locker, mit akzentuierten Bewegungen, bei weicher, minimaler Anlehnung und freier, natürlicher Aufrichtung, welche auf Selbsthaltung basiert, geritten werden können. Das Pferd soll sich im gleichmässigen Viertakt mit fliessendem Bewegungsablauf durch den ganzen Pferdekörper vorwärtsbewegen.
- Genick gewölbt
- Rücken aktiv und tragend
- Gesamte Oberlinie soll ohne Spannung sein
- Standphase der Hinterhand ist länger als die der Vorhand
- Hinterhand aktiv
- Vorhand leicht und frei
- Im Gleichgewicht mit starkem und aktivem Rücken
- Losgelassenheit und in flüssiger Bewegung
Die Töltfähigkeit eines Pferdes ist in unterschiedlichem Masse durch das DMRT3-Gen mit der Gen-Variante AA/A angeboren, also genetisch fixiert.

2.1     Tölt / Viertaktgang Rassen
Nord Amerika
- Pacer (Single Foot)
- Tennessee Walker (Walk)
- Missouri Foxtrotter (Foxtrott)
- American Saddler (Rack, Running Rack)
- Rackinghorse (SingleFoot, Rack
- American Paso (Paso Corto, Paso Largo, Classic Fino)
- Speedrackings (SingleFoot, Rack)
- und viele mehr
Süd Amerika
- Mangalarga Marchador (Marcha, Marcha Batida, Marcha Picada)
- Paso Columbia (Paso Corto, Paso Largo, Classic Fino)
- Peruvian Paso (Paso Llano, Pasitrote, Sobreandando))
- und viele mehr
Afrika
- Basuto
- Burenpferd
- South African Sattler (Tripple)
- und viele mehr
Asien
- Mongole
- Kathiawahr (Rewal)
- Marwari
- und viele mehr
Europa
- Isländer
- Aegidienberger
- Griechische Tölter, Arravanis, Kretits
- Türkische Rahvani (Rahwan)
- und einige mehr
IS / AE / AR / AS
Tölt
Es wird der ausbalancierte Tölt, im gleichmässigen isochronen Viertakt, bei natürlicher Haltung, mit relativer Aufrichtung und in unterschiedlichen Tempi, mit Ein- und Zweibein-stützen angestrebt.
Der geschmeidig fliessende Tölt geht wie eine Welle über die Oberlinie des Pferdes. Von hinten gesehen ist die Viertaktgangart am sich wellenartig bewegenden Schweif deutlich sichtbar.
Im Fehlerbereich tendiert der Takt zu den entsprechenden Gangarten.
PP
Paso Llano / Tölt
Zwei- und Dreibeinstütze
PF
Fino / Tölt
Zwei- und Dreibeinstütze
TW
Walk
Zwei, und Dreibeinstütze
MF
Foxtrott
Zwei- und Dreibeinstütze, Hi li – Vo re – Hi re – Vo li

2.2     Takt
Der Takt beschreibt die Regelmässigkeit und das Auffussen jedes einzelnen Hufes im Viertakt.
Anker
Tölt / Viertaktgang
Mit einer Ein- und Zweibeinstütze
Tölt DE / Rack GB / Amble plan FR / Snelstap NL / Strykstrapp NL / Strijkloop SA / Vorlengende Stap ID / usw.
1  -  2  -  3  -  4  -  1  -  2  -  3  -  4
Passtölt DE / Ambio IT )
1  -  2     3  -  4     1  -  2     3  -  4
Trabtölt DE
1     2  -  3     4  -  1     2  -  3     4
Rolle DE / Valhopp IS
1  -  2  -  3     4     1  -  2  -  3     4
Viertaktgang / Tölt
Mit einer Zwei- und Dreibeinstütze
Paso Largo CO / Paso Corto CO / Walk USA / Paso Llano PE / Amble plan FR /
1  -  2  -  3  -  4  -  1  - 2  -  3  - 4
FoxTrott
1  -  4  -  3  -  2  -  1  -  4  -  3  -  2

2.3     Fussfolge
Die Fussfolge beschreibt die Reihenfolge des Auffussens.
- Gleiche Fussfolge wie Schritt aber nicht schreitend sondern gelaufen
- Pferd verliert keinen Moment den Bodenkontakt
- Keine Sprung- oder Flugphase
- Jedes Bein geht einzeln vom Boden weg und wieder zurück
Fussfolge im Tölt
Hinten links                                HL
Vorne links                                 VL
Hinten rechts                                        HR
Vorne rechts                               VR

2.4     Phasenfolge
Die verschiedenen Phasen mit Stützen, bis sich das Pferd um eine Pferdelänge vorwärtsbewegt.
1        Einbeinstütze                                        HL
2        Zweibeinstütze lateral                 HL + VL
3        Einbeinstütze                                       VL
4        Zweibeinstütze diagonal              VL + HR
5        Einbeinstütze                                       HR
6        Zweibeinstütze lateral                 HR + VR
7        Einbeinstütze                                        VR
8        Zweibeinstütze diagonal              VR + HL

2.5     Diagramm
Das Gangartendiagramm zeigt an, welche Beine wie lange am Boden oder in der Luft sind.
Die Dauer der Belastungsphase ist abhängig vom Tempo. Je mehr Tempo, je kürzer die Beine am Boden und je länger in der Luft
Unterschied zwischen Schritt - Tölt
Schritt und Tölt haben dieselbe Fussfolge und denselben 4-Takt, aber nicht dieselben 8-Phasen. Der Unterschied liegt in der Phase nach der jeweiligen 2-Beinstütze.
So hat der Schritt eine 2-Beinstütze und eine 3-Beinstütze, es sind immer 2-oder 3-Beine am Boden.
- Schritt hat die gleiche 2-Beinstütze wie der Tölt
- 3-Beinstütze im Schritt wird im Tölt von der 1-Beinstütze ersetzt
So hat der Tölt eine 1-Beinstütze und eine 2-Beinstütze, es sind immer 1 oder 2 Beine am Boden.
- Tölt hat die gleiche 2-Beinstütze wie der Schritt
- 1-Beinstütze im Tölt wird im Schritt von der 3-Beinstütze ersetzt
Unterschied zwischen Tölt und Pass
Im schnellen Tempo Tölt neigen viele Pferde zum Passtölt und es ist in der Praxis schwierig zu sehen oder zu hören, ob das Pferd noch Tölt oder schon Pass geht.
- Tölt hat keine Flugphase
- Pass hat eine Flugphase
Unterschied zwischen langsamem und schnellem Tölt
Je langsamer der Tölt, je länger sind die Beine am Boden und je kürzer in der Luft.
Je schneller der Tölt, je kürzer sind die Beine am Boden und länger in der Luft.
- Langsamer Tölt hat lange 2-Beinstütze und kurze 1-Beinstütze, Beine länger am Boden
- Schneller Tölt hat kurze 2-Beinstütze und lange 1-Beinstütze, Beine länger in der Luft

2.6     Haltung
Die Haltung ist von der Gangqualität, dem Gebäude des Pferdes und dem Tempo der Gangart abhängig.
Relative Aufrichtung
- Natürliche Haltung
- Selbsthaltung
- Versammlung geht nur in relativer Aufrichtung
Absolute Aufrichtung
- Haltungsfehler
- Absolute Aufrichtung ist Verspannung
- Unterhals und Rücken weg
- Schon seit Jahrzehnten verpönt
Ein gutes Freizeit - Töltpferd lässt sich in freier Selbsthaltung locker und taktklar tölten.
Ein wahrer Genuss für den durchschnittlichen Freizeitreiter.
Ein gutes Sport - Töltpferd wird erst bei korrekter Ausbildung, in Anlehnung an die klassische Reiterei, in Haltung am Zügel tölten.
Es bedingt auch das Talent zu Aktion und Raumgriff um mit Ausdruck zu tölten und benötigt einen sehr gut ausgebildeten Reiter.
Das Pferd trägt sich
Die Vorhand wird leicht, in freier Selbsthaltung.
- Hals wölbt sich in gleichmässigem Bogen
- Kein Unterhals
- Höchster Punkt ist das Genick (Atlaswirbel, nicht 3. oder 4. Wirbel)
- Stirnlinie vor der Senkrechten (ca 45°)
- Nachgeben im Genick
- Maul geschlossen, leichter Schaum, kein Knirschen
- Ohren in gleicher Höhe
- Freie Schultern
- Runde grosse raumgreifende Vorwärtsbewegungen
- Widerrist etwas höher als höchster Punkt der Kruppe
Pferd setzt sich
Die Hinterhand nimmt Last auf und kommt zur Tragkraft
- Schwingender Rücken
- Senkung der Kruppe
- Leichtes Auf- und Abfussen
- Aus eigenem Antrieb vorwärts gehend
- Von der Seite gesehen sitzt der Reiter in der Mitte des Pferdekörpers
- Obere Linie des Pferdes verläuft in leicht geschwungenem Bogen
- Hinterhufe spuren enger
- Wellenbewegung im Schweif
- Reiter + Pferd bilden eine ausbalancierte, gelöste und harmonisch Einheit
Man soll auch dem Pferd die Freude am Töltlaufen ansehen

2.7     Tempi
Je nach Ausbildung und Verwendungszweck werde verschiedene Geschwindigkeiten im Tölt geritten.
2.7.1  Verkürztes Arbeitstempo
Das verkürzte Tempo Tölt wird nur ansatzweise für die Durchlässigkeit geritten und kommt in keiner FIPO Prüfung vor.
- Vorbereitung zum Antölten
- Aufmerksam machen
- Rittigkeit verbessern
- Faule Pferde etwas reaktionsfähiger machen (Pfeilbogen spannen)
- verkürzen
- hohe, erhabene, ausdrucksvolle Bewegungen erreichen
- Tieferwerden der Hinterhand
- auf Spannung vorbereiten
- Spannung erzeugen
- Versammlung vorbereiten
- Kadenz erweitern
- T1, T3 Training
- sehr kurze Einbeinstütze

2.7.2  Arbeitstempo
Das Arbeitstempo oder langsamer Tölt beschreibt das Tempo in dem eine 10 m Volte geritten werden kann, ca. 200m/Min.
In harmonischer Aufrichtung und gleichmässigen Tritten hinten wie vorne soll das Pferd über den Rücken laufen.
- Grundlage der Ausbildung
- Training des natürlichen, selbstverständlichen Bewegungsablaufes
- Festigt Takt und Haltung
- Bildet Muskulatur aus
- Fördert das Gleichgewicht
- Fördert die Losgelassenheit
- Über lange Strecken trainieren

3.     Hilfen
Die grosse Herausforderung für den Töltreiter ist die zur Verfügung stehende Gangveranlagung und Leistungsbereitschaft des Pferdes.
Das gefühlvolle und geschickte Reiten entscheidet über das Gelingen des taktklaren aufwandlosen Töltes.
Das Reiten und Erhalten der Gangart Tölt erfordert bei guten Töltpferden einen ausbalancierten sicheren Sitz mit viel Gespür und Gefühl für die Bewegung und das Tempo.
Für die Ausbildung, das Training oder gar Korrekturen im Fehlerbereich hingegen ist die sorgfältige Arbeit eines gangerfahrenen, feinfühligen, geschickten Reiters!
Der Tölt spielt auch für das Wohlbefinden des Reiters eine nicht zu unterschätzende Rolle. Niemals aber darf der Tölt auf Kosten des Pferdes geritten werden!

Es gibt keine generellen „Tölthilfen

Je nach Veranlagung und Rittigkeit muss entsprechend eingewirkt werden.

- Absoluter Balancesitz
- Absolut ruhige Hand
- Nicht stören
- Nicht aus dem Gleichgewicht bringen
- Wechselweise Lockerheit im Unterkörper / Beine aber auch Stabilität
- Wechselweise Stabilität im Oberkörper / Gesäss / Lende aber auch Lockerheit
- Reiter muss Gleichgewicht finden
- Pferd muss Balance finden

Gute Naturtölter
- einfach im Tölt anreiten
- Tölten lassen

Tölter
- Aus dem Schritt
- Halbe Paraden, aufmerksam machen
- Pferd etwas verkürzen
- Hinterhand etwas belasten
          - Sich zurücksetzen (z.B. Hand am Widerrist aufstützen, Gesäss aus dem Sattel,
  Knie und Beine weg und zurücknehmen)
- Gesäss in den Sattel
          - Oberkörper aufrichten
          - Beine lang und nach hinten
          - Steigbügelriemen zeigt etwas nach hinten
- Relativ Aufrichten
          - 4 eher Gänger mehr
          - 5 eher Gänger weniger
- Treibende Hilfen
- Nachgebende Hand
- Annehmen, nachgeben und treiben wechseln sich ab
- Balance im Tölt suchen
- Haltung suchen
- Tempo suchen
- Strecke suchen



4.     Fehler

Um die physische und psychische Gesundheit des Pferdes zu erhalten und auch Fehler in Takt und Haltung zu vermeiden ist eine solide Grundausbildung in Anlehnung an die „Skala der Ausbildung“ von Pferd und Reiter unerlässlich.
Fehlt diese auf einer der Ausbildungsebenen, kann es zu Störungen in der Biomechanik von Pferd und Reiter kommen.


4.1     Haltungsfehler

Haltungsfehler basieren meist auf Anlehnungsfehler und führt vielfach zu Taktfehlern.
Diese Fehler haben vielfältige Ursachen und werden durch verschiedene Faktoren begünstigt.

- Gebäude
- Ausbildung
- Mangelnde reiterliche Ausbildung und demzufolge falsche Einwirkung
- Falsches Training
- Falsche Ausrüstung (Sattel/Zäumung)
- Angst oder Stress
- Überforderung
- Schmerzen


4.1.1  Zu hoch
Das Pferd geht in absoluter Aufrichtung:

- Durchgebrochene Traber
- Meist über dem Zügel
- Zu hohe Kopfhaltung „Sternengucker“
- Meist Maulprobleme, schief, Maul offen, Zunge
- Hirschhals
- Herausgedrückter Unterhals
- Hängende Schulter
- Rücken verspannt = Passig
- Rücken nach unten durchgedrückt = Trabig
- Durchhängender, hohler Rücken (trabig)
- Hohe Hinterhand, überbaut

Korrektur / Lösung für Trabtölt
- Lösen, Dehnung suchen nach vorwärts abwärts
- Gymnastizieren (im Trab)
- Durchlässigkeit optimieren
- Ruhige Tempi
- Häufige Tempounterschiede
- Leicht bergab tölten (mit leichter Hand)
- Bauchmuskulatur spannt sich an
- Schultern kommen hoch
- Versammelnde Übungen reiten (formen)
- Verkürzen im Schritt, positiv spannen, Schenkelweichen, Rückwärtsrichten
- Ausrüstung und Beschlag überdenken

Korrektur / Lösung für Passtölt
- Lösen, Dehnung suchen
- Gymnastizieren im Trab
- Durchlässigkeit optimieren
- Reiter setzt treibende Hilfen vorsichtig ein bei leichter Hand, evt Entlastungssitz
- Bauchmuskulatur spannt sich an
- Übergänge Schritt –Tölt oder Galopp-Tölt
- Rücken wird geschmeidig und Schultern kommen hoch
- Seitlich verschieben im Tölt, flexen in der Bewegung
- Schenkelweichen, ansatzweise Schulterherein
- Übergänge reiten
- Öffnen mit kurzen Strecken schnell galoppieren, in Tölt zurücknehmen
- Galopprolle nützen
- Ausrüstung und Beschlag überdenken


4.1.2  Zu tief
Bei zu tiefer Haltung mit gestrecktem Hals sind die Pferde auf der Vorhand und auf der Hand.

- Angespannter, weggestreckter Hals
- Hängende Schulter (bergab)
- Verspannter Rücken (passig)
- Weggestreckte, schiebende Hinterhand (trägt nicht)
- Gebäudebedingt schwierig zum korrigieren
- Sensible sind heikel
- Ruhige verkriechen sich

Korrektur / Lösung
- Durchlässigkeit verbessern
- Relativ Aufrichten
- Reiter setzt treibende Hilfen korrekt ein
- Schnelle, leichte Reiterhand (Zügelhilfen)
- Bauchmuskulatur spannt sich an
- Rücken und Schulter kommen hoch
- Lösende Übungen (Stellen, Biegen,…)
- Übergänge reiten (zB. kurze Strecken galoppieren und in den Tölt zurücknehmen)
- Verkürzen im Schritt
- Positive Spannung
- Lektionen, Schenkelweichen, Rückwärtsrichten
- Ausrüstung kontrollieren


4.1.3 Steiff im Genick
Das Pferd geht gegen die Reiterhand und stützt sich auf dem Gebiss ab und kann im Genick nicht nachgeben.

- Fest im Genick
- Schief
- Genick / Schulter blockiert
- Zungenbein blockiert
- Gebäudefehler
- Zu hohes oder zu tiefes Hinterhauptbein
- Zu enge Ganaschen
- Stark überbaut
- Stark ausgeprägte Ohrspeicheldrüse
- Loses Gaumensegel (Roaren oder Kehlkopfpfeifen)
- Steifes Pferd
- Unsensible, starre Reiterhand
- Zu schwerer oder unausbalancierter Reiter

Korrektur / Lösung
- Lösungsphase optimieren
- Gymnastizieren
- Reiter und reiterliches Können optimieren
- Evtl. medizinische Abklärung


4.1.4  Zu lang
- Pferd fällt auseinander
- Wird trabig oder passig
- Nase zu weit vorne
- Vorhand stärker belastet
- Keine Tragkraft, höchstens Schubkraft

Korrektur / Lösung
- Durchlässigkeit verbessern
- Auf Hinterhand bringen, Hinterhand aktivieren


4.1.5 Wenig Aufrichtung
- Gebäudebedingt
- Zuwenig Spannung
- Zuwenig Druck

Korrektur / Lösung
- Ruhigere Hand
- Mehr Treiben
- Bessere Ausbildung von Pferd und Reiter
- Longieren
- Evt. Hilfszügel unter Aufsicht


4.1.6  Eingerollt
Pferd kommt hinter den Zügel und entzieht sich dadurch den Hilfen.

- Keine Anlehnung
- Bleibt auch bei hingegebenem Zügel eingerollt
- Fehlende treibende Hilfen
- Zu starke Zügeleinwirkung (rückwärts-abwärts) à Hyperflexion
- Falscher Knick begünstigt einrollen
- Gebäudebedingte Halsformen
- Schwache Hinterhand
- Durch Zwang in Haltung geritten

Korrektur / Lösung
- Lösungsphase optimieren
- Dehnungshaltung und Anlehnung suchen lassen
- Weichere Reiterhand
- Treibende Hilfen optimieren


4.2 Taktfehler

Taktfehler sind Unregelmässigkeiten im Bewegungsablauf und Taktverschiebungen zu anderen Gangarten. Sie basieren meist auf einer fehlerhaften Ausbildung. Balance und Losgelassenheit in der Bewegung sind gestört und es kommt zu Taktfehler.
Taktfehler muss der geübte Gangpferdereiter in der Ursache erkennen und Lösungen zur Korrektur anwenden können! Dazu muss die Rittigkeit des Pferdes verbessert werden, damit das Pferd die korrigierenden Übungen und Hilfen leichter annimmt.

- Losgelassenheit erreichen
- Durchlässigkeit verbessern
- Gymnastizierende Übungen anwenden
- Geeignetes Gelände einbeziehen
- Unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten nützen
- Tempounterschiede fördern
- Energie und positive Spannung erzeugen
- Schubkraft abrufen
- Tragkraft abrufen


4.2.1 Schritttölt

Schritttölt oder Walk ist eine Zwei- und Dreibeinstütze anstelle von Ein- und Zweibeinstütze und beim Islandpferd nicht erwünscht.
Tendenz bei Töltern oder Fünfgängern mit viel Lateralveranlagung die auf die Hinterhand gesetzt werden oder stark trabveranlagten Viergängern die über längere Zeit zu viel im verkürzter Schritt geritten oder gesetzt werden.

Ursache
- Zu langsam (Dreibeinstütze - Schritttölt)
- Tendenz durch Gebäude, Reitweise
- Weiche Lenden mit starkem Untertreten (Overstride mit Kopfnicken)
- Tiefe Sprunggelenke (lange Unterschenkel)
- Hufe bleiben zu lange auf dem Boden
- Ehrgeiziger, harter Reiter, überfordertes Pferd
- Zu langsames Tempo
- Zu wenig Schwung
- Fehlende Energie und zu wenig Aufrichtung
- Zu viel Spannung und Aufrichtung

Korrektur / Lösung
- Durchlässigkeit verbessern nach Skala der Ausbildung
- Energie einbringen
- Schnelleres Tempo reiten
- Vorwärts denken lassen
- Tempounterschiede
- Hinterhand aktivieren
- In relative Aufrichtung bringen


4.2.2 Trabtölt

Die diagonale Zweibeinstütze ist länger am Boden als die laterale Zweibeinstütze. Das Pferd neigt zum Trab und ist trabig.
Hat ein Pferd zu wenig Töltveranlagung soll man es aus tierschützerischen und ethischen Gründen mit Eintölten bleiben lassen.

Ursache
Meist bei unsachgemäss eingetölteten Dreieinhalb- oder Viergängern, energielosen Viergängern oder Fünfgängern die mit extrem viel Spannung geritten werden.

Ursache Zuchtbedingt
- Vererbung
- Wenig Töltveranlagung

Ursache Gebäudebedingt
- Instabiles Genick
- schwache Hinterhand
- Hirschhals
- Senkrücken
- Schwacher Rücken
- Durchgedrückter Rücken
- Flache Kruppe

Ursache Rittigkeit
- Schlechte Ausbildung vom Reiter
- Reiterliche Einwirkung über die Hand mit zu wenig treibenden Hilfen
- Über dem Zügel
- Austraben bei ungeübtem oder unkonzentrierten Reiter
- Reiter lässt Pferd austraben
- Schlechte Ausbildung vom Pferd
- Durchlässigkeit
- Zu stark auf der Vorhand (Durchlässigkeit)
- Lässt sich nicht verkürzen
- Fällt auseinander
- Hinterhand tritt nicht unter
- Hinterhand ist nicht tragfähig
- Über dem Zügel mit Unterhals
- Rücken weggedrückt
- Wird immer schneller und kommt auf die Vorhand
- Rennt seinem Gleichgewicht hinterher
- Hat zwischen langsamen und schnellen Tölt ein sogenanntes „Trabloch“
- Müdigkeit
- Fehlende Kondition
- Ggf. unpassende Ausrüstung
- Ggf. ungeeigneter Boden

Korrektur / Lösung
- Bessere Grundausbildung nach Skala der Ausbildung
- Durchlässigkeit
- Gymnastizieren
- Richtige Haltung, Tempo und Spannung suchen
- Stärkeres Einwirken von Sitz, Schenkel
- Mehr treibende Einwirkung
- Von der Hand wegreiten
- Aufmerksamkeit steigern
- Gang verkürzen
- Nur kurze Strecken tölten
- Nur so weite Strecken wie der Takt hält
- Mit Stellung, Schenkelweichen antölten
- Versammelnde Übungen (Hinterhand zum Tragen bringen)
- Im verkürzten Tempo zum Pass verschieben
- Übergänge Schritt – Tölt – Schritt
- Meist nur langsam oder schnell
- Geduld beim Durchparieren, sich Zeit lassen
- Stufenweise zum Schritt
<

5.     Hilfsmittel

Um Ausbildungsmängel bei Pferd und Reiter zu überbrücken werden vielfach Hilfsmittel angewendet. Auf Dauer wirken sich diese meist negativ auf die Biomechanik des Pferdes aus und hindern den lockeren Tölt mehr als das er ihn unterstützt.

5.1    Hilfszügel

Hilfszügel sollten nur für den geübten erfahrenen Reiter kurzfristig oder unter sorgfältiger Kontrolle angewendet. Hilfszügel dürfen die Pferde nicht in Haltung zwingen!

- Equilonge / Dreieckszügel (Gefahr von Energielosigkeit)
- Schaufzügel (Gefahr von Einrollen, hinter dem Zügel)
- Feldmannzügel (Gefahr von hinter dem Zügel)
- Ausbinder (Gefahr von steifer Haltung, fest im Genick, kommt auf die Hand)
- Halsverlängerer (Gefahr von auf dem Zügel)


5.2     Schutzmaterialien

Auch Schutzmaterialien haben die Aufgabe, bei unvorsichtigem oder risikoreichem Reiten Verletzungen zu vermeiden.
Um im schnellen Tölt oder Rennpass Verletzungen an Gliedmassen und Hufen zu verhindern werden Schutzmaterialien angewendet.

- Hufglocken in verschiedenen Materialien und Gewichten
- Ballenboots in verschiedenen Materialien und Gewichten
- FIPO bis 250 gr.
- FIZO bis 120 gr. Schwarz



6.     Beschlag


Nach FIPO
Anker


7.     Töltausbildung

Die zur Verfügung stehende Töltveranlagung des Pferdes ist bei jeder Gangpferderasse eine spannende reiterliche Herausforderung.

Je nach Rassenstandard und Verwendungszweck ist die Gangverteilung, das Gebäude und auch die Reitweise entscheidend für das Gelingen der gewünschten Gangvarianten.

Um die physische und psychische Gesundheit mitsamt der Töltqualität des Pferdes zu erhalten und auch Fehler in Takt und Haltung zu vermeiden ist eine solide weiterführende Grundausbildung von Pferd und Reiter unerlässlich (mind. RA I).

Wenige angehende Töltreiter verfügen, ohne klassische Grundausbildung, über sehr viel Balance und Gefühl für das Töltreiten. Sie können bei entsprechender Auswahl des Töltpferdes das Gleichgewicht für die Viertaktgangart im Freizeitbereich erfolgreich erhalten.

Fehlt hingegen eine dieser Ausbildungsebenen, kann es zu Störungen in der Biomechanik des Pferdes kommen.

Um sich jedoch in der Töltreiterei weiterzuentwickeln und die Pferde im Tölt zu fördern, Durchlässigkeit, Tempo und Haltung zu optimieren und ggf. auch Korrekturen anzubringen, braucht es etwas Mut zum Vorwärtsreiten und eine umfassende, gefestigte reiterliche Sicherheit in Anlehnung an die „Skala der Ausbildung“ der klassischen Reiterei.


Talentsuche
Entsprechend der Abstammung ist das zukünftige Gangpotenzial schon zu einem gewissen Punkt bestimmt.

Um bei einem Jungpferd Viertakt- oder Lateralveranlagung zu erkennen, beobachtet man es auf der Weide, in der Herde oder es wird auf dem Reitplatz «Freilaufen» gelassen.
Je nach Rasse und Verwendungszweck sind unterschiedliche Gangvarianten mit rassetypischen Bewegungen und Tempi erwünscht.

Zeigt das Pferd ohne Zutun des Menschen Lateral- oder Diagonalverschiebungen oder sogar isochronen Viertaktgang über grössere Strecken, steht dem zukünftigen Gangreitvergnügen fast nichts mehr im Weg.


Grundausbildung
Nun ist die Erfahrung des Bereiters massgebend und was er aus dem talentierten Jungpferd letztendlich mit viel Sorgfalt fördert. Der Viertaktgang sollte im Laufe der Ausbildung mit wenig unterstützenden Hilfen zu reiten sein.
Bei jeder Rasse und jedem Verwendungszweck sollte das Pferd seriös aufgebaut werden.

Bei weniger veranlagten Pferden, z.B. zu trabigen / diagonalen oder zu passigen / lateralen Pferden mit wenig Töltveranlagung, ist eine seriöse Grundausbildung im Vorfeld unerlässlich. Erst wenn es die Hilfen kennt, kann es mit gymnastizierenden Übungen auf das spezielle Tölttraining vorbereitet werden. Ist das Pferd nicht wirklich talentiert, sollte man bedenken, dass langwieriges und aufwändiges Arbeiten bei genetisch wenig fixiertem Viertakt-Gen nicht unbedingt tierfreundlich ist!

Viele Einreit- und Trainingsmethoden sind im Ursprungsland üblich, bei uns in Europa hingegen aus ethischen oder tierschützerischen Gründen nicht akzeptabel!

Das Training sollte individuell und auf das Leistungsvermögen und die Leistungsbereitschaft des Pferdes angepasst werden.
Das heisst, das Pferd bestimmt seinen Verwendungszweck anhand seiner vererbten Möglichkeiten!!

! Viertaktgang macht nur Spass, wenn es «Pferd und Reiter» Spass macht !


7.1 Reiter

Für die Ausbildung, das Training oder gar Korrekturen im Fehlerbereich ist die sorgfältige Arbeit eines langjährigen gangerfahrenen, feinfühligen, geschickten Reiters unerlässlich!

Freizeitreiter
- Gute Gangarten Erfahrung mit viel Talent
- Gespür für Takt und Tempo
- Innovativ für passende Übungen

Sportreiter
- Gute Grundausbildung
- Erfahrung im Gangreiten
- Viel Gefühl für Takt


7.2 Pferd

Die Töltausbildung richtet sich nach der natürlichen Gangveranlagung des Pferdes und ist extrem individuell. Auch ist sie ein wichtiger Teil der gesamten Ausbildung.
Die korrekten und für das Pferd verständlichen Hilfen müssen situationsgerecht, gefühlvoll aber auch konsequent eingesetzt werden.
Am Anfang der Eintöltphase soll das Pferd relativ schnell lernen können, um was es dabei geht. Also langwieriges erfolgloses „probieren“ vermeiden.

- Sobald Pferd Hilfen annimmt, möglichst früh mit Tölt beginnen
          - Tölter von Anfang an tölten lassen und im Gleichgewicht unterstützen
          - Wenn genug Tölt, eintölten 2-3 Wochen nach dem ersten Reiten
          - Wenn wenig Tölt, lange Grundausbildungsvorbereitung
          - Wenn lateral, geschickt zum Takt kommen
- Nicht zu lange Strecken wegen Kraft
- Immer gut vorwärtsdenken
- Optimale Situationen suchen
          - Stimmung suchen
          - Tempo anpassen
          - Strecke suchen
          - Dauer anpassen
- Ovalbahn oder viel Gelände vorwärtsreiten
- Strecken verlängern ohne Taktfehler
- Gelände Töltstrecken
          - Faule Pferde in Gruppe
          - Temperamentvolle Pferde allein
          - Kupiertes Gelände nützen
- Ovahlbahn
          - Faule Pferde kurz und schnell
          - Temperamentvolle Pferde lange und langsam
          - Arbeit spannend halten (für Pferd und Reiter)
- Viereck Durchlässigkeit
- Nach „Skala der Ausbildung“


7.2.1  Dreigänger
Traber lassen sich nicht oder nur mit harten und konsequenten Hilfen etwas eintölten, also traben lassen!!
Es gibt heute genügend gute Töltpferde, sich also nicht mit talentlosen Pferden abmühen und sie quälen.

- Bleiben meist auch bei gutem Reiter murxig
- Anderen Verwendungszweck suchen

Gefahr von
- Verwirrung und Widersetzlichkeit wegen Überforderung


7.2.2  Viergänger
Viergänger sollen zu Beginn eine gute solide Grundausbildung bekommen. Die Durchlässigkeit muss soweit bestehen, dass das Pferd die treibenden und verwahrenden Hilfen schon gut und willig annimmt.

- Nicht zulange in Schritt, Trab, Galopp Reiten
          - Muskulatur bildet sich sonst zu gut für Trab
- Hinterhand muss aktiv werden und untertreten lernen
          - spürt man im Rücken, wenn bereit
- Rückenmuskulatur muss Spannung aufbauen und auch ertragen lernen
- Hinterhand der Diagonalen muss lernen zuerst aufzufussen um Diagonale zu brechen
- Eher gerader, harter Boden
- Kurze Strecken Arbeitstempo, dazwischen Schritt-Halt
- Übergänge Tölt Halt
- Lange Strecken Arbeitstempo, 15-30 Minuten
- Kurze Strecken schneller
- Ansatzweise verkürzen

Hilfen
- Schritt verkürzen
- In Spannung leicht Aufrichten
- Vorsichtig so viel von hinten Treiben, wie vorne verwahrend gehalten werden kann
- Immer wieder mit Trabstrecken lösen
- Immer wieder mit Stellung nach rechts und links
- Immer wieder Flexen im Stand und Kurzflexen in der Bewegung

Schritt – Trab Übergänge
- Über Fussfolge vom Schritt mit weichen Hilfen zum Tölt übergleiten
- Wieder mit weichen Hilfen zurück in Schritt ohne Fussfolge zu ändern
- Halbe Paraden helfen Spannung zu erhalten
- Stellung kann helfen Hilfen besser anzunehmen
- Beim durchparieren zum Schritt, Spannung beibehalten
- Nicht austraben lassen
- Hinterhand muss vor der diagonalen Vorhand auffussen

Aus schnellem Tempo Trab
- Bergab, eher harten Boden
- Energisches Spannen und Aufrichten aber nicht verspannen
- Verkürzter Zügel, höhere Hand, gegen Zügel treiben
- Nur für routinierte Gangreiter
- Nur über kurze Zeit
- Ggf. schärferes Gebiss

An Kurzzügel / Langzügel / Fahren vom Boden / Doppellonge
- Verkürzen
- Leicht Aufrichten und Spannen
- Mit Druck und Gerte verstärken

Mit Zäumung helfen
- Besseres Durchkommen mit schärferem Gebiss

Mit Schutzmaterialien helfen
- Hinter schwer
- Vorne leicht

Mit Beschlag helfen
- Vorne leicht und hinten schwerer, hilft der Vorhand leichter aufzufussen
- Vorne steil und hinten flach, hilft der Vorhand schneller aufzufussen

Gefahr von
Über dem Zügel
- Sternengucker
- Über die Hand
- Zu wenig treiben
- Ohne Hinterhand
- Kissing Spines

Zu diagonal
- Zuwenig Durchlässigkeit
- Zuwenig treibende Hilfen

Zu lateral
- Verspannter Rücken und Zugemacht
- Schlecht vorbereitet
- Zuviel über die Hand


7.2.3  Naturtölter
Naturtölter sollen von Anfang an im angebotenen Tölt geritten und nicht zuerst eingetrabt werden! Den Takt mit geschicktem Reiten ausbalancieren und erhalten!

- In richtiger, meist mittlerer Haltung
- In richtiger, natürlicher Spannung
          - nicht zu lange lassen
          - nicht zu stark spannen
- Im richtigen, meist gutem Arbeitstempo
- Auf richtigem Boden / Gelände
          - nicht zu steil
          - nicht zu hart
          - eher längere Strecken

Hilfen
- Mit wenigen aber weichen im Gleichgewicht halten
- Treibende und verwahrende Hilfen im Einklang einsetzen

Gefahr von
- Passives Reiten zu lateral oder zum Trab
- Zu viel Hilfen verspannt


7.2.4  Fünfgänger / Rennpasser
Beim Fünfgänger ist die Gangverteilung massgebend für die Töltausbildung.

- Individuelle Ausbildung und Training
- Viel Töltarbeit wenn genug Tölt da ist
- Trabunsicherheit beseitigen
- Trab zum vorwärtsreiten brauchen
- Passige sofort zum taktklaren Tölt bringen
- Bergauf oder bergab
- Biegungen
- Längere Strecken mittleres Tempo
- Tempo Unterschiede
- Öffnen
- Gelände Unebenheiten
- Lockere Haltung
- Ansatzweise Tempounterschiede
- Zügel überstreichen
- Nach Rennpass meist lockerer

Hilfen
- Entsprechend Gangverteilung
- Gelände und Bodenbeschaffenheit nützen
- Bei viel Tölt, wie bei einem Naturtölter.
- Bei viel Trab eher wie bei einem Viergänger mit viel Tölt.
- Bei passigen wie bei Korrektur Passtölt!

Gefahr von
- Taktfehler


7.2.5  Passgänger
Ein reiner Passgänger muss vor dem Eintölten zuerst die treibenden und verwahrenden Hilfen kennen und ggf. im Trab gefestigt oder eingetrabt werden.


- Ggf. Eintraben
- Evt. anderen Verwendungszweck suchen

Hilfen
- Wie Korrektur Passtölt

Mit Schutzmaterialien helfen
- Vorne schwer + hinten leicht

Mit Beschlag helfen
- Vorne schwer + hinten leicht
- Evt. mit Gewicht auf Weide

Gefahr von
- Eintölten hält nicht
- Braucht zu guten Reiter



8. Training

(Siehe: LM – Trainingslehre)


9. FIPO Leitgedanken

(Siehe: FIPO E CH)



Quellennachweis:
- Hestar-Service Theorieunterlagen / Eve Barmettler
- Islandpferde Reitlehre / Andrea-Katharina Rostock + Walter Feldmann
- Intensivkurs Gangpferdereiten / Walter Feldmann
- 10 Wege zum besseren Tölt / Walter Feldmann
- Islandpferdetraining / Magnus Skulason
- Reynirs Islandpferde Reitschule / Reynir Adalsteinsson
- Gaedingar Die andere Reitlehre / Anke Schwörer + Thomas Haag
- Reiten auf Islandpferden / Anke Schwörer + Thomas Haag