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Tölt / Viertaktgang



IS  / AE / AS / GG / SR / o.Ä.

Tölt

Gangpferde haben eines gemeinsam, nämlich die speziellen Viertaktgangarten, die im deutschsprachigen Raum der Einfachheit halber mehrheitlich Tölt genannt werden.

Beim Islandpferd wird der ausbalancierte Tölt im gleichmässigen Viertakt bei natürlicher Haltung und leichter Aufrichtung, möglichst mit Selbsthaltung und in unterschiedlichen Tempis angestrebt. Im Fehlerbereich tendiert der Takt zu den entsprechenden Gangarten.

Die Gangart Tölt kann mit der Sportart des Gehers verglichen werden: Rennen, ohne den Bodenkontakt zu verlieren!

Der Tölt wird auch als Mitte aller Gangarten bezeichnet.

  

1.     Bedeutung

Diese Gangart ist ein besonderes Merkmal des Islandpferdes und eine der Hauptgründe der grossatigen Verbreitung und Beliebtheit dieser Rasse.

Der Tölt ist eine, für den Reiter, angenehm zusitzende Gangart im Viertakt, ohne Flug- oder Sprungphase, wobei immer nur ein oder zwei Beine am Boden sind. Tölt kann bei talentierten und gut ausgebildeten Pferden vom Schritt- bis zum Galopptempo geritten werden.

Tölt ist eine sehr anspruchsvolle Gangart die der Reiter, im Optimalfall mit möglichst wenig Aufwand, in der Balance halten soll.

Die Qualität, das heisst, die Taktreinheit, Leichtigkeit, Geschmeidigkeit, Brisanz und das Tempo des Töltes sind weitgehend Wertbestimmend für ein Islandpferd.


1.1     Frühere Bedeutung

Seit tausenden von Jahren werden Pferde mit Lateralveranlagung hochgeschätzt.

- Reise- oder Gebrauchsgangart

- Mittelalter Zelter, Totonarios, Tjeldos usw.

          - Sänfte der Damen

          - Tölter der Adligen

          - Reitpferde der Bischöfe und Offiziellen

          - Zelter der Falkner

Ca 50% aller Pferde auf der Welt gehen Lateralgangarten


1.2     Heutige Bedeutung

- Therapiepferd

          - HPR, Hippotherapie

- Familienpferd

          - Hobby für die ganze Familie

          - Familienmitglied

- Freizeitpferd

          - Kumpel und Freund

- Sportpferd

          - Ästhetische Gründe für Schönheit und Harmonie mit dem Pferd

          - Leistungskontrolle

          - Statussymbol

                    - Ehrgeiz Trophäe


2.     Definition

Tölt ist eine natürliche, schwunghafte, gelaufene Gangart im Sinne der Klassischen Reitkunst. Er soll locker, mit akzentuierten Bewegungen, bei weicher, minimaler Anlehnung und freier, natürlicher Aufrichtung, welche auf Selbsthaltung basiert, geritten werden können.

Das Pferd soll sich im gleichmässigen Viertakt mit fliessendem Bewegungsablauf durch den ganzen Pferdekörper vorwärtsbewegen.

- Genick gewölbt

- Rücken aktiv und tragend

- Gesamte Oberlinie soll ohne Spannung sein

- Standphase der Hinterhand ist länger als die der Vorhand

- Hinterhand aktiv

- Vorhand leicht und frei

- Im Gleichgewicht mit starkem und aktivem Rücken

- Losgelassenheit und in flüssiger Bewegung

Die Töltfähigkeit eines Pferdes ist in unterschiedlichem Masse durch das DMRT3-Gen mit der Gen-Variante AA/A angeboren, also genetisch fixiert.


2.1     Tölt / Viertaktgang Rassen

Nord Amerika

- Pacer (Single Foot)

- Tennessee Walker (Walk)

- Missouri Foxtrotter (Foxtrott)

- Saddler (Rack, Running Rack)

- Rackinghorse (SingleFoot, Rack

- American Paso (Paso Corto, Paso Largo, Classic Fino)

- Speedrackings (SingleFoot, Rack)

- und viele mehr


Süd Amerika

- Peruvian Paso (Paso Llano, Pasitrote, Sobreandando))

- Paso Fino (Paso Corto, Paso Largo, Classic Fino)

- Paso Columbia (Paso Corto, Paso Largo, Classic Fino)

- Mangalarga Marchador (Marcha, Marcha Batida, Marcha Picada)

- und viele mehr


Afrika

- Basuto

- Burenpferd

- South African Sattler (Tripple)

- und viele mehr


Asien

- Mongole

- Kathiawahr (Rewal)

- Marwari

- und viele mehr


Europa

- Isländer

- Aegidienberger

- Griechische Tölter, Arravanis, Kretithaki

- Türkische Rahvani

- und einige mehr


IS Beim Islandpferd wird der ausbalancierte Tölt im gleichmässigen isochronen Viertakt bei natürlicher Haltung und relativer Aufrichtung angestrebt. Der geschmeidige, fliessende Tölt geht wie eine Welle über die Oberlinie des Pferdes. Von hinten gesehen ist die Viertaktgangart am sich wellenartig bewegenden Schweif deutlich sichtbar.


2.2     Takt

Der Takt beschreibt die Regelmässigkeit und das Auffussen jedes einzelnen Hufes im Viertakt.


Tölt / Viertaktgang (IS / AE / GG / SR / AS / o.Ä.)

Mit einer Ein- und Zweibeinstütze

1  -  2  -  3  -  4  -  1  -  2  -  3  -  4


Passtölt

1  -  2     3  -  4     1  -  2     3  -  4


Trabtölt

1     2  -  3     4  -  1     2  -  3     4


Rolle

1  -  2  -  3     4     1  -  2  -  3     4



Viertaktgang / Tölt (PP / PF / TW / o.Ä)

Mit einer Zwei- und Dreibeinstütze

1  -  2  -  3  -  4  -  1  - 2  -  3  - 4


(MF)

1  -  4  -  3  -  2  -  1  -  4  -  3  -  2



2.3     Fussfolge (IS)

Die Fussfolge beschreibt die Reihenfolge des Auffussens.

- Gleiche Fussfolge wie Schritt aber nicht schreitend sondern gelaufen

- Pferd verliert keinen Moment den Bodenkontakt

- Keine Sprung- oder Flugphase

- Jedes Bein geht einzeln vom Boden weg und wieder zurück


Fussfolge im Tölt

Hinten links                                       HL

Vorne links                                        VL

Hinten rechts                                     HR

Vorne rechts                                      VR



2.4     Phasenfolge IS

Die verschiedenen Phasen mit Stützen, bis sich das Pferd um eine Pferdelänge vorwärtsbewegt.

1        Einbeinstütze                             HL

2        Zweibeinstütze lateral                HL + VL

3        Einbeinstütze                             VL

4        Zweibeinstütze diagonal             VL + HR

5        Einbeinstütze                             HR

6        Zweibeinstütze lateral                HR + VR

7        Einbeinstütze                              VR

8        Zweibeinstütze diagonal             VR + HL



2.5     Diagramm

Das Gangartendiagramm zeigt an, welche Beine wie lange am Boden oder in der Luft sind.

Die Dauer der Belastungsphase ist abhängig vom Tempo. Je mehr Tempo, je kürzer die Beine am Boden und je länger in der Luft


Unterschied zwischen Schritt - Tölt

Schritt und Tölt haben dieselbe Fussfolge und denselben 4-Takt, aber nicht dieselben 8-Phasen. Der Unterschied liegt in der Phase nach der jeweiligen 2-Beinstütze.


So hat der Schritt eine 2-Beinstütze und eine 3-Beinstütze, es sind immer 2-oder 3-Beine am Boden.

- Schritt hat die gleiche 2-Beinstütze wie der Tölt

- 3-Beinstütze im Schritt wird im Tölt von der 1-Beinstütze ersetzt


So hat der Tölt eine 1-Beinstütze und eine 2-Beinstütze, es sind immer 1 oder 2 Beine am Boden.

- Tölt hat die gleiche 2-Beinstütze wie der Schritt

- 1-Beinstütze im Tölt wird im Schritt von der 3-Beinstütze ersetzt


Unterschied zwischen Tölt und Pass

Im schnellen Tempo Tölt neigen viele Pferde zum Passtölt und es ist in der Praxis schwierig zu sehen oder zu hören, ob das Pferd noch Tölt oder schon Pass geht.

- Tölt hat keine Flugphase

- Pass hat eine Flugphase


Unterschied zwischen langsamem und schnellem Tölt

Je langsamer der Tölt, je länger sind die Beine am Boden und je kürzer in der Luft.

Je schneller der Tölt, je kürzer sind die Beine am Boden und länger in der Luft.

- Langsamer Tölt hat lange 2-Beinstütze und kurze 1-Beinstütze, Beine länger am Boden

- Schneller Tölt hat kurze 2-Beinstütze und lange 1-Beinstütze, Beine länger in der Luft

 

 

2.6     Haltung

Die Haltung ist von der Gangqualität, dem Gebäude des Pferdes und dem Tempo der Gangart abhängig.


Relative Aufrichtung

- Natürliche Haltung

- Selbsthaltung

- Versammlung geht nur in relativer Aufrichtung


Absolute Aufrichtung

- Haltungsfehler

- Absolute Aufrichtung ist Verspannung

- Unterhals und Rücken weg

- Schon seit Jahrzehnten verpönt


Ein gutes Freizeit - Töltpferd lässt sich in freier Selbsthaltung locker und taktklar tölten.

Ein wahrer Genuss für den durchschnittlichen Freizeitreiter.


Ein gutes Sport - Töltpferd wird erst bei korrekter Ausbildung, in Anlehnung an die klassische Reiterei, in Haltung am Zügel tölten.

Es bedingt auch das Talent zu Aktion und Raumgriff um mit Ausdruck zu tölten und benötigt einen sehr gut ausgebildeten Reiter.


Das Pferd trägt sich

Die Vorhand wird leicht, in freier Selbsthaltung.

- Hals wölbt sich in gleichmässigem Bogen

- Kein Unterhals

- Höchster Punkt ist das Genick (Atlaswirbel, nicht 3. oder 4. Wirbel)

- Stirnlinie vor der Senkrechten (ca 45°)

- Nachgeben im Genick

- Maul geschlossen, leichter Schaum, kein Knirschen

- Ohren in gleicher Höhe

- Freie Schultern

- Runde grosse raumgreifende Vorwärtsbewegungen

- Widerrist etwas höher als höchster Punkt der Kruppe


Pferd setzt sich

Die Hinterhand nimmt Last auf und kommt zur Tragkraft

- Schwingender Rücken

- Senkung der Kruppe

- Leichtes Auf- und Abfussen

- Aus eigenem Antrieb vorwärts gehend

- Von der Seite gesehen sitzt der Reiter in der Mitte des Pferdekörpers

- Obere Linie des Pferdes verläuft in leicht geschwungenem Bogen

- Hinterhufe spuren enger

- Wellenbewegung im Schweif

- Reiter + Pferd bilden eine ausbalancierte, gelöste und harmonisch Einheit


Man soll auch dem Pferd die Freude am Töltlaufen ansehen



2.7     Tempi

Je nach Ausbildung und Verwendungszweck werde verschiedene Geschwindigkeiten im Tölt geritten.


2.7.1  Verkürztes Arbeitstempo

Das verkürzte Tempo Tölt wird nur ansatzweise für die Durchlässigkeit geritten und kommt in keiner FIPO Prüfung vor.

- Vorbereitung zum Antölten

- Aufmerksam machen

- Rittigkeit verbessern

- Faule Pferde etwas reaktionsfähiger machen (Pfeilbogen spannen)

- verkürzen

- hohe, erhabene, ausdrucksvolle Bewegungen erreichen

- Tieferwerden der Hinterhand

- auf Spannung vorbereiten

- Spannung erzeugen

- Versammlung vorbereiten

- Kadenz erweitern

- T1, T3 Training

- sehr kurze Einbeinstütze


2.7.2  Arbeitstempo

Das Arbeitstempo oder langsamer Tölt beschreibt das Tempo in dem eine 10 m Volte geritten werden kann, ca. 200m/Min.

In harmonischer Aufrichtung und gleichmässigen Tritten hinten wie vorne soll das Pferd über den Rücken laufen.


- Grundlage der Ausbildung

- Training des natürlichen, selbstverständlichen Bewegungsablaufes

- Festigt Takt und Haltung

- Bildet Muskulatur aus

- Fördert das Gleichgewicht

- Fördert die Losgelassenheit

- Über lange Strecken trainieren


2.7.3  Mitteltempo

Das Mitteltempo zeichnet sich durch ein höheres Tempo bei gleichbleibendem Takt und Haltung und raumgreifenden Bewegungen aus.

- Vergrössert den Rahmen

- Erweitert den Rahmen

- Fördert den Gehwillen

- Fördert Geschmeidigkeit

- Fördert Durchlässigkeit

- Verdeutlicht das Arbeitstempo

- Pferd wird geöffnet bei Energielosigkeit, Passtölt o.ä.

- Vergrössert die Tritte

- Zurücknehmen bringt Rittigkeit

- Zurücknehmen wirkt versammelnd

- Bringt Lastaufnahme der Hinterhand

- Grössere, weitere Bewegungen

- Mittellange Einbeinstütze

- T1 Training

- T3 Training


2.7.4 Starkes Tempo - Renntempo

Im Renntempo oder Starkem Tempo Tölt erweitert sich der Rahmen, die Tritte werden grösser und das Pferd bewegt sich in hoher Geschwindigkeit mit sicherem Takt.

- Nur bei wenigen Pferde vorhanden

- Weitere Bewegung

- Mehr Streckung

- Wird nur auf kurzen Strecken geritten, gibt sonst flache Bewegung

- Steht im Gegensatz zur Ausbildung

- Zu schnelles Reiten fördert Takt- und Haltungsfehler

- Nur auf ebenem, festen Boden

- Max. 1200m an Prüfungen

- Schutzmaterialien (Ballentritte)

- Optimaler Raumgriff in grossem Tempo

- Lange Einbeinstütze

- T1, T3, V1, V2 Training

- Training aus allen Prüfungen kombinieren


2.7.5  Versammeltes Tempo

Wird nur ansatzweise geritten und kommt in keiner IPO Prüfung vor.

Im versammelten Tempo Tölt wird die Hinterhand aktiviert, das Pferd trägt sich und wird leicht in der Hand.

Es besteht die Gefahr der zwei- und dreibeinstütze in der Phasenfolge, dies wird im Sport mit der Note 0 bewertet!

- Gibt gutes Gefühl, lässt sitzen

- Wiederrist hebt sich an

- Hankenbiegung

- Erhabene Tritte

- Versammlung

- Braucht guten geübten Reiter

- Kann sonst auch zu Taktfehler führen (laterale)

- Kann sonst auch zu Schwunglosigkeit führen (stirbt ab)



3.     Hilfen

Die grosse Herausforderung für den Töltreiter ist die zur Verfügung stehende Gangveranlagung und Leistungsbereitschaft des Pferdes.

Das gefühlvolle und geschickte Reiten entscheidet über das Gelingen des taktklaren aufwandlosen Töltes.

Das Reiten und Erhalten der Gangart Tölt erfordert bei guten Töltpferden einen ausbalancierten sicheren Sitz mit viel Gespür und Gefühl für die Bewegung und das Tempo.

Für die Ausbildung, das Training oder gar Korrekturen im Fehlerbereich hingegen ist die sorgfältige Arbeit eines gangerfahrenen, feinfühligen, geschickten Reiters!

Der Tölt spielt auch für das Wohlbefinden des Reiters eine nicht zu unterschätzende Rolle. Niemals aber darf der Tölt auf Kosten des Pferdes geritten werden!

 Es gibt keine generellen „Tölthilfen


Je nach Veranlagung und Rittigkeit muss entsprechend eingewirkt werden.

- Absoluter Balancesitz

- Absolut ruhige Hand

- Nicht stören

- Nicht aus dem Gleichgewicht bringen

- Wechselweise Lockerheit im Unterkörper / Beine aber auch Stabilität

- Wechselweise Stabilität im Oberkörper / Gesäss / Lende aber auch Lockerheit

- Reiter muss Gleichgewicht finden

- Pferd muss Balance finden


Gute Naturtölter

- einfach im Tölt anreiten

- Tölten lassen


Tölter

- Aus dem Schritt

- Halbe Paraden, aufmerksam machen

- Pferd etwas verkürzen

- Hinterhand etwas belasten

          - Sich zurücksetzen (z.B. Hand am Widerrist aufstützen, Gesäss aus dem Sattel, Knie und Beine weg und zurücknehmen)

- Gesäss in den Sattel

          - Oberkörper aufrichten

          - Beine lang und nach hinten

          - Steigbügelriemen zeigt etwas nach hinten

- Relativ Aufrichten

          - 4 eher Gänger mehr

          - 5 eher Gänger weniger

- Treibende Hilfen

- Nachgebende Hand

- Annehmen, nachgeben und treiben wechseln sich ab

- Balance im Tölt suchen

- Haltung suchen

- Tempo suchen

- Strecke suchen



4.     Fehler

Um die physische und psychische Gesundheit des Pferdes zu erhalten und auch Fehler in Takt und Haltung zu vermeiden ist eine solide Grundausbildung in Anlehnung an die „Skala der Ausbildung“ von Pferd und Reiter unerlässlich.

Fehlt diese auf einer der Ausbildungsebenen, kann es zu Störungen in der Biomechanik von Pferd und Reiter kommen.


4.1     Haltungsfehler

Haltungsfehler basieren meist auf Anlehnungsfehler und führt vielfach zu Taktfehlern.

Diese Fehler haben vielfältige Ursachen und werden durch verschiedene Faktoren begünstigt.

- Gebäude

- Ausbildung

- Mangelnde reiterliche Ausbildung und demzufolge falsche Einwirkung

- Falsches Training

- Falsche Ausrüstung (Sattel/Zäumung)

- Angst oder Stress

- Überforderung

- Schmerzen


4.1.1  Zu hoch

Das Pferd geht in absoluter Aufrichtung:

- Durchgebrochene Traber

- Meist über dem Zügel

- Zu hohe Kopfhaltung „Sternengucker“

- Meist Maulprobleme, schief, Maul offen, Zunge

- Hirschhals

- Herausgedrückter Unterhals

- Hängende Schulter

- Rücken verspannt = Passig

- Rücken nach unten durchgedrückt = Trabig

- Durchhängender, hohler Rücken (trabig)

- Hohe Hinterhand, überbaut


Korrektur / Lösung für Trabtölt

- Lösen, Dehnung suchen nach vorwärts abwärts

- Gymnastizieren (im Trab)

- Durchlässigkeit optimieren

- Ruhige Tempi

- Häufige Tempounterschiede

- Leicht bergab tölten (mit leichter Hand)

- Bauchmuskulatur spannt sich an

- Schultern kommen hoch

- Versammelnde Übungen reiten (formen)

- Verkürzen im Schritt, positiv spannen, Schenkelweichen, Rückwärtsrichten

- Ausrüstung und Beschlag überdenken


Korrektur / Lösung für Passtölt

- Lösen, Dehnung suchen

- Gymnastizieren im Trab

- Durchlässigkeit optimieren

- Reiter setzt treibende Hilfen vorsichtig ein bei leichter Hand, evt Entlastungssitz

- Bauchmuskulatur spannt sich an

- Übergänge Schritt –Tölt oder Galopp-Tölt

- Rücken wird geschmeidig und Schultern kommen hoch

- Seitlich verschieben im Tölt, flexen in der Bewegung

- Schenkelweichen, ansatzweise Schulterherein

- Übergänge reiten

- Öffnen mit kurzen Strecken schnell galoppieren, in Tölt zurücknehmen

- Galopprolle nützen

- Ausrüstung und Beschlag überdenken


4.1.2  Zu tief

Bei zu tiefer Haltung mit gestrecktem Hals sind die Pferde auf der Vorhand und auf der Hand.

- Angespannter, weggestreckter Hals

- Hängende Schulter (bergab)

- Verspannter Rücken (passig)

- Weggestreckte, schiebende Hinterhand (trägt nicht)

- Gebäudebedingt schwierig zum korrigieren

- Sensible sind heikel

- Ruhige verkriechen sich


 Korrektur / Lösung

- Durchlässigkeit verbessern

- Relativ Aufrichten

- Reiter setzt treibende Hilfen korrekt ein

- Schnelle, leichte Reiterhand (Zügelhilfen)

- Bauchmuskulatur spannt sich an

- Rücken und Schulter kommen hoch

- Lösende Übungen (Stellen, Biegen,…)

- Übergänge reiten (zB. kurze Strecken galoppieren und in den Tölt zurücknehmen)

- Verkürzen im Schritt

- Positive Spannung

- Lektionen, Schenkelweichen, Rückwärtsrichten

- Ausrüstung kontrollieren


4.1.3 Steiff im Genick

Das Pferd geht gegen die Reiterhand und stützt sich auf dem Gebiss ab und kann im Genick nicht nachgeben.

- Fest im Genick

- Schief

- Genick / Schulter blockiert

- Zungenbein blockiert

- Gebäudefehler